Mächlern 2.0 – Projektewettbewerb im Kempodium

Das Public Voting ist beendet.
Bekanntgabe der Ergebnisse und Preisverleihung erfolgte am am 27.11.2013 im Kempodium.

Kerstin Duchardt aus dem Kempodium-Vereinsvorstand zur Wettbewerbs-Idee: „Warum ein Wettbewerb wie dieser? Im Kempodium sollen, über das bisherige hinaus, Ideen von hiesigen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit bekommen, umgesetzt zu werden. Hier können Ideen aufgenommen werden, Mitmacher gefunden werden und hier kann gearbeitet werden, bis der Traum Wirklichkeit geworden ist.“

Die Sieger-Projekte und ihre Gewinne:

Erster Platz:
3-D Drucker für das Fab Lab Allgäu
(276 Stimmen);
Gewinn: 2.000 € Preisgeld sowie Nutzung der Kempodium-Werkstätten und Räumlichkeiten oder eines Coachings im Wert von ebenfalls 2.000 €.

Zweiter Platz:
Circuswagen für Aktionen mit Jugendlichen
(231 Stimmen)
Gewinn: 500 € Preisgeld sowie Nutzung der Kempodium-Werkstätten und Räumlichkeiten oder eines Coachings im Wert von ebenfalls 500 €.

Dritter Platz:
Cambo Cultura – inclusives Gärtnern in der Stadt
(86 Stimmen)
Gewinn: 500 € Preisgeld sowie Nutzung der Kempodium-Werkstätten und Räumlichkeiten oder eines Coachings im Wert von ebenfalls 500 €.

Auf den Plätzen vier und fünf folgen: „Mobiler Lehmofen für gemeinschaftliches Backen“  und „Drei-achsige Portalmaschine für das Fab Lab Allgäu“.

Jury-Preis:
Würdigung des Engagements junger Wissenschaftler

Gewinn: 500 € Preisgeld sowie Nutzung der Kempodium-Werkstätten und Räumlichkeiten oder eines Coachings im Wert von ebenfalls 500 €.

Kurzbeschreibung der Preisträger:

Erster Platz:
3-D Drucker für das Fab Lab Allgäu

Die Initiative FabLab Allgäu will mit Hilfe eines speziellen 3D-Druckers Interessierten die Möglichkeit bieten, mit dieser neuen Technik eigene Ideen umzusetzen und individuelle Produkte herzustellen.
Die Initiatoren Frank Huber und Philipp Bernegg: „Du hast eine Idee, einen Gedanken. Egal ob es eine Schrank, ein T-Shirt oder ein Föhn ist. Es ist dein Produkt. Du willst es umsetzen. Du willst es deinen Freunden zeigen. Es soll Realität werden. Nur wie? Wie kann aus deinen Gedanken ein Produkt werden? Komm zum FabLab Allgäu! Ein Ort an dem du deine Ideen mit Hilfe von modernen Maschinen (3D Drucker, CNC Fräse usw.) und Gleichgesinnten umsetzen kannst.“ Genau das wollen sie in den Räumen des Kempodium aufbauen. Ein professioneller 3D-Drucker ist eines der wichtigsten Geräte, um aus digitalen Vorlagen reale Gegenstände werden zu lassen.

Zweiter Platz:
Circuswagen für Aktionen mit Jugendlichen

Das Ziel ist der Bau einer Circus-Maroni-Wagenburg für Schüler durch Schüler aus mehreren Schulen und Gemeinden. Als erstes soll ein Prototyp eines „Kleinen Circuswagens“ gebaut werden, damit die Idee besser dargestellt und transportiert werden kann.
Initiator Norbert Erhard: „Schulklassen sollen in einem „mobilen Schulandheim“ mit Circus-Flair die passende Umgebung haben, um Circusleben wirklich zu erfahren. Der Wagenbau wird als Circus-Werkstatt von Fachleuten angeleitet. Beim Fahrgestell müssen wichtige Metallarbeiten gemacht werden. Der Wagenaufbau fordert die „Schreiner“ unter Euch heraus und „Maler – Lackierer“ kümmern sich um die Farbgestaltung. Es werden auch noch Mitmacher gesucht!“
Und nach dem Bau eines Prototyps soll es weitergehen …
Mehrere Schulen bauen am Circus Maroni mit – jede Schule baut einen Wagen.
Wenn mehrere Circuswagen versammelt werden, kann dort eine ganze Schulklasse die Wagenburg wie bei einem Schullandheim-Aufenthalt nutzen – z. B. zur Vorbereitung eines Circus-Fests.
Dann können ältere Schüler die jüngeren Schüler beim Circus machen unterstützen – quasi als Circus-Animateure. Das ist gut für die einheimischen Kinder, aber auch gut für Gäste- und Touristenkinder.
Die Kinderartisten machen eine Tournee und fahren zu einem Auftrittsort: Die Circuswagen werden im Kreis zur Wagenburg aufgestellt, die Sitzbänke seitlich abgeklappt. Manege, Manegenteppich und Vorhang werden aufgebaut – und der Circus Maroni kann beginnen!

Dritter Platz:
Cambo Cultura – inclusives Gärtnern in der Stadt

Das Projekt „cambo cultura“ will das essbare Grüne in die Stadt bringen. Durch gemeinschaftliches Gärtnern soll Selbstangebautes, wie Kräuter und Gemüse, vor Ort und überall in Kempten entstehen. Den Anfang bildet dabei der Bau von „inklusiven Hochbeeten“, d.h. bauartbedingt barrierefreie Beete, die für alle zugänglich sind, auch für Kinder, ältere Personen, Behinderte oder Rollstuhlfahrer.

Ideengeber ist Christopher Deient, der folgende Ziele mit seinem Projekt verwirklichen möchte:
– Herstellung von Lebensmitteln vor Ort. Diversität auch von alten (regionalen) Sorten fördern;
– Nachhaltige Züchtung von frischen, qualitativ hochwertigen und gesundheitsfördernden Lebensmitteln.
– Lernen im Bildungsgarten. (Stadt)kinder lernen Bezug zur Natur und Herstellung von Nahrung(spflanzen). Gemeinschaft erleben durch Gruppenaktivitäten, vom gemeinsamen Anbau über die gemeinsame Verarbeitung (Kochen, backen, einmachen…) bis zum gesellschaftlichen Verzehr.
– Individuelle Kompetenzen erweitern. Raum für Eigeninitiative und Partizipation. Selbstwirksamkeitserfahrungen durch selbstangebaute Nahrung.

Jury-Preis:
FabLab Allgäu – Würdigung des Engagements junger Wissenschaftler

Die Jury hat zusätzlich zu den für das Voting benannten Projekten einen Sonderpreis vergeben.
Diesen erhält eine Gruppe junger Wissenschaftler und Studenten der Hochschule Kempten für ihr Engagement um die Einrichtung einer High-Tech-Werkstatt mit dem Ziel, Privatpersonen industrielle Produktionsverfahren für Einzelstücke zur Verfügung zu stellen; diese Werkstatt soll, ähnlich wie die handwerklichen Werkstätten des Kempodium, künftig auch anderen Nutzern offenstehen und ermöglichen, mit speziellem Werkzeug und Geräten Kurse und Workshops durchzuführen.

Das Kempodium dankt allen, die sich am Wettbewerb beteiligt haben und freut sich auf die Umsetzung der spannenden Sieger-Projekte.
Für alle Projekte werden noch Mitstreiter gesucht. Interessenten dürfen sich gerne im Kempodium melden. Kontakt unter info@kempodium.de oder 0831 5402130.